Mit dem Frühlingsanfang beginnt auch die Brutzeit der Vögel. Doch allein in Deutschland werden schätzungsweise 150 bis 200 Millionen Vögel jährlich zu Opfern von Streuner- und Hauskatzen mit Freigang. Die Tierschutzstiftung VIER PFOTEN ruft Katzenhalter deshalb auf, ihre „Streuner“ jetzt besonders im Auge zu haben.

Birgitt Thiesmann (51), Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN: „Viele Jungvögel erhalten in den Morgenstunden ihren Flugunterricht. Katzenhalter sollten den Freigang ihres Tieres in dieser Tageszeit einschränken. Das dauerhafte Einsperren der Katze während der Frühjahrsmonate ist hingegen keine katzenfreundliche Lösung. Besser ist es, dem Jagdtrieb durch viele abwechslungsreiche und auspowernde Spiele entgegen zu wirken.“

Um Vögeln im Garten Schutz vor Katzen zu bieten, helfen Versteckmöglichkeiten, wie Sträucher und Hecken. Hat ein Vogel in einem Baum genistet, so ist es sinnvoll den Stamm mit einer glatten Manschette zu ummanteln, sodass die Katze nicht am Stamm hochklettern kann. Sogenannte Verpiss-Dich-Pflanzen, wie der Harfenstrauch, und auch Rindenmulch und Kaffeesatz verströmen einen Duft, den Katzen nicht ertragen und sie so ebenfalls von der Brutstelle fernhalten können.

Jede Katze mit Freigang sollte unbedingt kastriert sein. Dadurch wird sie häuslicher und trägt nicht zum Wachstum der Streunerkatzenpopulation bei.

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