Nicht nur wir Menschen werden von Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten geplagt. Auch Deinem Stubentiger können gewisse Lebensmittel große Probleme bereiten. Als Katzenbesitzer liegt Dir die Gesundheit und auch die Ernährung Deines Tieres selbstverständlich am Herzen.
Im folgenden Artikel erfährst Du alles über Glutenunverträglichkeit bei Katzen. Du erfährst, woher eine solche Unterverträglichkeit kommen kann, wie sie sich darstellt und auf welche glutenhaltigen Lebensmittel Du bei der Fütterung deiner Katze verzichten solltest. Die folgenden Tipps können Dir helfen, erste Anzeichen einer Glutenunveträglichkeit bei Deiner Katze erkennen zu können.

Woher kommt die Glutenunverträglichkeit bei Katzen?

Die Katze und ihre Vorfahren sind seit Jahrtausenden von Natur aus Jäger. Demnach stand seit jeher Fleisch ganz oben auf der Speisekarte der Katzen. Kleintiere wie Mäuse und Hamster oder auch Vögel zählen zu den begehrtesten Beutetieren. Katzen haben einen sehr hohen Grundbedarf an tierischem Eiweiß und daher benötigt auch Dein gezähmter und anhänglicher Stubentiger noch heute eine gewisse Menge an Fleisch oder Fisch in seinem Futter.

Der Ursprung einer Glutenunverträglichkeit bei Katzen liegt also in der Geschichte der Tiere selbst. Getreide spielte von Anfang an eine sehr untergeordnete Rolle im Speiseplan der Katzen. Obwohl Fleisch also die hauptsächliche Nahrungsquelle der flauschigen Jäger darstellte, wurden jedoch auch kleinere Mengen Getreide durch den Mageninhalt der verspeisten Beutetieren aufgenommen. Heute kann man sagen, dass die Katzen nicht dafür gemacht sind, sich hauptsächlich von getreidehaltigen Lebensmitteln zu ernähren.

In welchen Lebensmitteln findet sich Gluten?

Wie bereits angedeutet ist Gluten überwiegend in Getreidearten wie Weizen, Hafer oder Gerste enthalten.
Ebenfalls in Dinkel und Roggen findet man den Stoff wieder. Gluten ist ein Stoffgemisch aus verschiedenen Proteinen, was sich in den Samen vieler Getreidearten befindet. Verarbeitete Lebensmittel wie Brot oder Kuchen enthalten natürlicherweise jede Menge Gluten. Aber nicht jeder Körper kann das Gluten ohne Probleme verarbeiten, da es bei manchen Menschen und auch Tieren als Allergen wirkt. Dann kann es nach der Aufnahme von glutenhaltiger Nahrung im Zuge der Verstoffwechselung zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen kommen. Trifft dies zu, kann die Rede von einer Glutenunverträglichkeit sein.

Zu den Getreidearten, die von Natur aus kein Gluten enthalten und daher unbedenklich sind, gehören Sojabohnen, Wildreis oder Quinoa. Da Dein vierbeiniger Gefährte eine ausgewogene Ernährung benötigt, sind Gemüse sowie Ballaststoffe im Futter unverzichtbar. In vielen Produkten wird Getreide als Ballaststoff sowie als Sättigungsbeigabe verwendet. Es wäre allerdings falsch, zu sagen, Getreide im Katzenfutter wäre grundsätzlich ungesund oder gar schädlich für deinen Vierbeiner. In vielen Produkten findet sich Reis, Mais oder Soja, welches kein Gluten enthält und somit auch in jedem Fall unbedenklich wäre, wenn nicht zusätzlich andere Getreidearten im Produkt verarbeitet sind. Zudem kommt es auch immer auf die Menge sowie die Vorbehandlung des verarbeiteten Getreides im Futter an.

Symptome einer Unverträglichkeit

Woran kannst Du erkennen, dass Dein Stubentiger an einer Glutenunverträglichkeit leidet?
Zu den Symptomen einer solchen Unverträglichkeit, Sensibitität oder Allergie gehören oftmals Verdauungsprobleme, Durchfall und Haut- bzw. Fellprobleme. Ebenso kann eine durch Bauchschmerzen hervorgerufene unnatürliche oder gekrümmte Haltung ein Indiz für eine Unverträglichkeit sein. Die Symptome können je nach Grad der Unverträglichkeit weniger oder stärker ausgeprägt vorkommen. Bei leichteren Symptomen kann von einer Gluten-Sensibilität die Rede sein.

Nur kurze Zeit nach der Aufnahme der glutenhaltigen Lebensmittel können die Probleme bereits beginnen. Wenn Deine Katze regelmäßig unmittelbar nach dem Füttern Durchfall bekommt und Du bereits festgestellt hast, dass das Trockenfutter Gluten enthält, könnte es sich um eine Unverträglichkeit handeln. Jedoch solltest Du in jedem Fall zuerst zusammen mit Deinem Stubentiger mit diesem Anliegen bei einem Tierarzt vorstellig werden. Eine übereilte selbst gestellte Diagnose könnte ernste Konsequenzen bedeuten, gerade wenn es sich statt einer Unverträglichkeit um eine Erkrankung des Magen-Darm-Traktes handelt.

Wenn Du also feststellst, dass die Katze nach der Nahrungsaufnahme Probleme mit der Haut, dem Fell oder Verdauungsprobleme hat, solltest Du nicht einfach das Futter umstellen, sondern den Tierarzt deines Vertrauens um Rat beten. Hier kann dann eine Glutenunverträglichkeit zweifelsfrei bestätigt oder ausgeschlossen werden. Haut- und Verdauungsprobleme können schließlich eine Menge verschiedener Ursachen haben. Wie bei uns Menschen kann das Gluten jedoch eine Reizung und im schlimmsten Fall eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut hervorrufen. Die Schädigung der Darmschleimhaut kann dann zu weiteren und lange anhaltenden Verdauungsproblemen führen. Hierbei spricht man von einer Zöliakie.

Worauf bei der Fütterung zu achten ist

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. In Sachen Futter gestaltet sich das bei Deiner Katze kaum anders. Die Einen lieben ihr täglich gefüttertes Nassfutter, andere wiederum bevorzugen Trockenfutter und würdigen dem Nassfutter aus der Konserve keines Blickes. Jeder Katzenhalter kennt das Ausprobieren und Experimentieren mit den verschiedensten Futtervarianten. Manchmal dauert es seine Zeit, bis sich der vierbeinige Feinschmecker für ein Futter begeistern kann.

Abgesehen von den persönlichen Vorlieben Deines Haustiers können aber auch Unverträglichkeiten eine Rolle spielen. Bei der Fütterung solltest Du von Beginn an darauf achten, dass Deine Katze die Möglichkeit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung erhält. Das beinhaltet in den meisten Fällen hochwertiges Futter, das einen hohen Fleischanteil aufweist. Da viele Stubentiger ebenso Fisch mögen, gibt es hier auch jede Menge Alternativen. Fisch bietet genau wie Fleisch im Rahmen von hochwertigem Katzenfutter ausreichende Proteinquellen, die Deine Katze benötigt, um gesund und fit zu bleiben. Anders wie bei uns Menschen braucht die Katze zur Deckung ihres Nährstoffbedarfs keine Kohlenhydrate. Das bedeutet, man kann grundsätzlich bei der Fütterung gänzlich auf Getreideprodukte verzichten. Dennoch findet sich Getreide – und somit oftmals auch Gluten – in einer Vielzahl von handelsüblichen Nass- und Trockenfutterprodukten. Hierbei ist der Getreideanteil beim Trockenfutter in der Regel deutlich höher als beim Nassfutter.

Grundsätzlich solltest Du auch darauf achten, dass im Katzenfutter genügend Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthalten sind. Hier kann man auch mit diversen gesunden Snacks oder Pasten nachhelfen. Zucker und Geschmacksverstärker sind für Deinen Stubentiger in Massen genau so ungesund wie für uns Menschen. Daher sollte man im Zuge der Auswahl des Futters auch darauf achten.

Fazit

Wenn Du eine Glutenunverträglichkeit bei Deinem schnurrenden Gefährten vermutest, solltest Du Dein Tier in seinem Fressverhalten und in seinen Reaktionen nach dem Füttern beobachten. Wenn sich nach Deinen Beobachtungen der Verdacht erhärtet, solltest du Kontakt zu einem Tierarzt aufnehmen, um weitere Schritte einleiten zu können. Mittlerweile gibt es im Fachhandel eine große Auswahl an hochwertigem getreidefreiem Futter. Egal ob Du nass oder trocken fütterst, in beiden Bereichen findet sich eine ausreichende Auswahl an Produkten auf dem Markt. Lass dich von Deinem Tierarzt oder im Fachhandel beraten, um Deinem Tier eine gesunde, schmackhafte und ausgewogene Ernährung bieten zu können.

Bildquelle:

  • Katze steht neben Fressnapf: ©congerdesign - Pixabay.com