Kurzinfo

Katzen sind in Europa beliebte Haustiere. Die Vierbeiner wiegen je nach Rasse und Geschlecht zwischen 2 und 6 Kilo und werden bis zu 16 Jahre alt. Wer eine Katze hat, weiß, dass diese einen eigenen Kopf hat. Im Gegensatz zu Hunden, sind Katzen schwer zu erziehen. Die Tiere sind sehr charakterstark und setzen ihren Willen durch. Dennoch sind sie treue Gefährten die viel Liebe brauchen und im Gegenzug auch viel Liebe geben können. Katzen können sowohl als Hauskatze, als auch als Freigänger gehalten werden.
Deine Katze ist Freigänger und bringt Dir immer wieder tote Tierchen von draußen mit. Dabei stört es sie auch nicht, ob sie diese in Schuhe oder unter den Teppich legt. Warum Deine Katze Dir diese Geschenke macht, erfährst Du im nächsten Abschnitt.

Warum bringt Katze „Geschenke“ ins Haus?

Deine Katze hat Dir mal wieder ein totes Tier mitgebracht. Du fragst Dich, warum sie das immer wieder macht. Ist es um Dich zu ärgern? Will sie spielen? Die Antwort auf die Frage ist einfach: Weil sie Dich durch und durch liebt. Die Katze bringt Dir das Geschenk als Liebesbeweis und weil sie einfach mal etwas zurückgeben will. Du fütterst Deine Katze täglich und darüber ist Sie glücklich, doch sie hat das Bedürfnis, Dir auch etwas zu geben. Hat eine Katze Jungtiere, geht sie auch auf die Jagt. Zu Beginn ist das erbeutete Tier tot, doch nachdem die Kätzchen etwas gewachsen sind, bringt die Katze lebende Tierchen nach Hause um den Kleinen das Jagen beizubringen. Dieses Verhalten kann auf den Menschen übertragen werden. Die Katze sieht, dass Du nicht schnell genug bist, um Dir Deine eigene Beute zu fangen, also übernimmt sie das. Deine Katze will Dich ernähren und Dir somit auch die Chance geben, selber das Jagen zu erlernen. Dieses Verhalten zeigt, dass Du deinem Vierbeiner sehr wichtig bist.
Meist kündigt die Katze ihr Geschenk für Dich mit einem aufgeregten Miauen an und Du kannst somit schnell handelt und Dein Geschenk entsorgen bevor es anfängt zu stinken. Dies sollte nach einem großen Dankeschön erfolgen.

Was tun?

Hat Dein Liebling Dir mal wieder Beute gebracht, solltest Du Dich auf jeden Fall bedanken. Das geht am besten mit einem Lob und Leckerli. Schließlich hat Deine Katze es gut gemeint. Sie würde es nicht verstehen, wenn sie dafür bestraft würde. Bestrafung sollte in diesem Fall unbedingt vermieden werden. Die Geschenke sind für Dich vielleicht lästig, aber von Deiner Katze gut gemeint. Entsorge die toten Tiere einfach und hoffe darauf, dass dies nicht zu oft passiert. Du kannst jedenfalls sehr froh darüber sein, dass Deine Katze sogar in der Wildnis an Dich denkt und für Dich jagt.

Die Beute lebt – was tun?

Jetzt ist der Fall eingetreten, dass Dein Freigänger Dir ein lebendes Tier ins Haus gebracht hat. Du sollst also das Jagen lernen. Deine Katze findet, dass der richtige Zeitpunkt dafür eingetreten ist. Ist das Tier unversehrt, kannst Du dies einfangen und nach draußen bringen. Ist das Tier allerdings verletzt, solltest Du die Arbeit Deiner Katze überlassen. Befreist Du die verletzte Maus aus den Fängen der Katze, würde diese einen qualvollen Tod sterben. Die Katze hingegen erledigt dies schnell.
Hast Du eine Freigänger Katze, ist es sinnvoll, wenn Du eine Lebendfalle für Mäuse greifbar hast. Mit ein bisschen Nutella kannst Du die Maus dann innerhalb weniger Minuten fangen und wieder in die Natur setzen.

Geschichte

Heutzutage gibt es alleine in Deutschland rund 13 Millionen Hauskatzen. Die Tiere sind durch den besonderen Charakter beliebte Weggefährten der Menschen. Bereits vor 10.000 Jahren schlossen sich die Katzen den Menschen an, welche durch Ackerbau und die Lagerung der Getreidekörner Mäuse anlockten und somit den Katzen Nahrung boten. Da sich die Katzen als sehr nützlich herausstellten, wurden Sie noch zusätzlich mit Milch und anderen Leckereien gefüttert, um diese zu halten. 2004 fanden Archäologen ein 9.500 Jahre altes Grab in Zypern, in dem ein Mensch mit seiner Katze begraben war. Die Katze galt somit bereits vor langer Zeit, als ein beliebter Begleiter des Menschen.
Eine Katze ist ein Raubtier, eine Eigenschaft, die Du auch heute noch bei Hauskatzen findest. Egal ob es Spielzeuge oder kleine Tiere sind, auch eine Hauskatze liebt es, diese zu jagen und zu fangen. Die Vierbeiner sind unglaublich intelligente Tiere. Deine Katze scheint zu schlafen, doch beobachtet Dich bei Schritt und Tritt. So kann Dein Stubentiger lernen wie er Türen oder Schubladen öffnet. Auch beim Spielen kannst Du bei dem ausbleibenden Erfolg der Katze merken, dass diese sich kurzzeitig zurückzieht und die Schnur oder ähnliches genau im Auge behält. In diesem Moment überlegt die Katze, wie sie das Objekt erbeuten kann. Diese Methode funktioniert sehr häufig.
Hauskatzen sind, ebenso wie Großkatzen, ausgezeichnete Jäger, welche auch ohne Zufütterung vom Menschen überleben könnten.

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  • katze-beute: 119303788 - ©zsv3207 - AdobeStock