Wenn Sie feststellen, dass Ihre Katze öfter niest, sollten Sie dem Ganzen nachgehen. Vor allem aber ist zu klären, ob es sich dabei um eine ernsthafte Erkrankung wie eine Erkältung oder Schnupfen handelt, oder ob Ihr Stubentiger an einer Allergie leidet. Kennen Sie die Symptome, die zusätzlich zum Niesen auftreten, können Sie auch die Ursachen dafür bekämpfen.

Allergie - Katze

Symptome bei Allergie

Wenn Ihre Katze an einer Allergie leidet und deshalb immer wieder niest, sollten Sie sie gut beobachten. Ist sie Freigänger und niest immer dann, wenn sie von draußen zurück kommt, kann eine Gräser- oder Pollenallergie der Auslöser sein. In diesem Fall leidet Ihr Tier auch an einem Juckreiz an den Augen. Diese drückt sich durch vermehrten Tränenfluss und versuchtem Kratzen des Tiers an den Augen aus. Eine Allergie bei Katzen erkennen können Sie aber auch ganz einfach, wenn Sie erst vor kurzem das Futter gewechselt haben.

Tritt das Niesen erst seit diesem Zeitpunkt auf, ist Ihre Katze gegen einen der im Futter enthaltenen Stoffe allergisch. Symptome, die in diesem Fall zusätzlich zum Niesen auftreten können, sind dünnflüssiger Stuhlgang, Durchfall oder Verstopfung. In diesem Fall sollten Sie einfach umgehend das Futter wieder wechseln und kontrollieren, ob die Reaktionen der Katze wieder normal sind.

Allergie - Katze

Können Katzen sich erkälten?

Ist Ihre Katze Freigänger, kann es natürlich auch vorkommen, dass sie sich erkältet. Die kalte Jahreszeit, kühle und nasse Bedingungen im Freien können eine Erkältung bei Samtpfoten durchaus auslösen. Die Symptome treten dabei entweder langsam und schleichend auf oder Ihre Katze kann plötzlich darunter leiden. Typische Anzeichen dafür, dass Ihre Katze erkältet ist, ist, wenn sie hustet, schnupft und heiser ist. Auch ständig tränende Augen, von denen sich die bekannt typischen Tränenstraßen über das ganze Katzengesicht ziehen, sind ganz klare Anzeichen, dass Ihre Katze verkühlt ist. Zudem ist die Nase von kranken Katzen sehr nass, vor allem aber muss Ihre Katze ständig niesen.

Meist stehen diese Symptome einer Erkältung auch in Zusammenhang mit einer schweren Atmung des Haustieres, die zudem sehr geräuschvoll ausfällt. Leiden Katzen unter Schnupfen, Husten und den beschriebenen Symptomen, verändert sich auch ihr Allgemeinzustand ins Negative. Während der Dauer einer Erkältung wirken die Samtpfoten oft sehr müde und abgeschlagen, schlafen sehr viel und haben kaum Lust zu spielen oder sich unterhalten zu lassen. Es kann auch vorkommen, dass sie weniger frisst oder das Fressen sogar für kurze Zeit ganz verweigert.

Allergie - Katze

Weitere Ursachen für Niesen bei Katzen

Neben der erwähnten Möglichkeit auf eine Allergie oder eine Erkältung, gibt es weitere Optionen, warum Ihre Katze plötzlich niest. Wenn Sie beobachten, dass sie viel in der Wohnung in den Zimmerecken herum schnuppert oder sich immer wieder auf einem Teppich rollt, kann sie auch unter Staub leiden. Dazu kriecht sie auch gerne in Ecken, die sie sonst eigentlich nie nutzt. Stellen Sie dieses Verhalten fest, ist von einer Katzenkrankheit auszugehen, sondern dann hat Ihre Samtpfote vielleicht auch einfach Staub oder einen kleinen Fremdkörper in ihrer Nase. Dieser kann natürlich einen Niesreiz auslösen. Sobald dieser entfernt ist, ist es auch mit dem Niesen bei der Katze wieder vorbei.

Ähnlich wie bei Menschen, setzt den Vierbeiner auch zu trockene Luft in beheizten Räumen sehr zu. Hier können Sie Abhilfe schaffen, in dem Sie regelmäßig lüften oder mit Hilfe eines Luftbefeuchters dafür sorgen, dass die Luftfeuchtigkeit in einem angemessenen Rahmen ist. Klar ist, dass bei Aufeinandertreffen von Niesen und weiteren Symptomen wie Husten, Fieber oder tränenden Augen, immer von einer Krankheit auszugehen ist. Auch der sogenannte Katzenschnupfen bzw. die gefürchtete Katzenseuche sind Katzenkrankheiten, die das Symptom Schnupfen ausbilden. Dazu muss sich aber der Allgemeinzustand der Katze erheblich verschlechtern und sie können neben tränenden Augen auch müde wirken oder aber nicht fressen wollen.

Aus Nase und Augen wird zudem eine klebrige Flüssigkeit abgesondert, die sich später zu einem zähen, gelblichen Schleim entwickelt. In diesem Fall ist nicht nur von einer Grippe, sondern von einer schwerwiegenden Erkrankung auszugehen und Sie sollten umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Je früher dieser den Katzen Schnupfen behandelt, desto größer sind die Heilungschancen bzw. die Chance, dass er nicht chronisch verläuft und Ihre Samtpfote immer wieder darunter leidet.

Allergie - Katze

Was soll man tun?

Hat Ihre Katze echten Katzenschnupfen entwickelt, sollten Sie beachten, dass dieser äußerst ansteckend ist und umgehend behandelt werden muss. Sie können dabei natürlich in erster Linie auf Hausmittel zurück greifen. Wichtig ist, dass die Behandlung Ihres Tieres aus zwei Aspekten besteht. Zum einen muss der Virus selbst bekämpft werden, wozu die chinesische Kräuterformel Liseng zum Einsatz kommt. Diese Tabletten stärken vor allem das Immunsystem und können gut unter das Futter gemischt werden. Enthalten sind unter anderem Echinacea und Cat Claws bzw. Plantago. Diese drei Kräuter entwickeln eine effektive Stärkung des natürlichen Widerstandes Ihrer Katze und verhelfen ihr zu einem erstarkten Allgemeinbefinden.

Wichtig zu wissen ist, dass bei einmaligem Auftreten von Katzenschnupfen, Ihre Katze immer wieder der Gefahr läuft, krank zu werden. Den Virus dazu trägt sie ein Leben lang in sich. Wird ihr Widerstand gegen Wetter, Bakterien und Viren geschwächt, kann der Katzenschnupfen sofort wieder ausbrechen. Deshalb ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken, was vor allem ein langfristiger Prozess sein muss. Versorgen Sie deshalb Ihre Katze über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten mit Echanacea, das Sie in Tropfenform kaufen können und so einfach dosiert dem Futter beimischen können. Wenn Sie mit Ihrer kranken Katze den Tierarzt aufsuchen, wird dieser den Katzenschnupfen vermutlich nach eingehender Diagnostik der Schleimhäute mit Antibiotika behandeln. Hier kommen hauptsächlich die Wirkstoffe Amoxicillin bzw. Tetracyclin zum Einsatz, die entweder in Form von Tabletten oder Augentropfen verabreicht werden.

Wichtig ist natürlich, dass Sie während der Erkrankung Ihre Katze umfassend pflegen und darauf achten, dass sie genügend trinkt und frisst. Kontakt mit anderen Vierbeinern sollte in diesem Zeitraum vermieden werden, da Katzenschnupfen äußerst ansteckend ist. Verkrustete Augen und Nasenlöcher sollten Sie dreimal täglich säubern und mit milden Pflegemitteln waschen. Dazu geeignet ist natürlich warmes Wasser oder Kamillentee. Zusätzlich sollten Sie auf die Gabe der Medikamente achten. Verweigert Ihre Katze die Nahrung, sollten Sie auf Katzenfutter in Pastenform zurück greifen. Diese können Sie vorsichtig der Katze direkt ins Mäulchen spritzen.

Grundsätzlich sind Heilungschancen bei Katzenschnupfen sehr gut. Risikogruppen sind nur sehr junge Katzen oder Katzen, die länger nicht behandelt werden. Diese können Symptome ausprägen, die sich nicht mehr behandeln lassen und früher oder später zum Tod des Tieres führen. Ältere Tiere können meist schneller Widerstand gegen einen Schnupfen, Husten und Heiserkeit entwickeln als noch junge Tiere. Diese können aufgrund von massiven Augenentzündungen durchaus Folgeschäden entwickeln und ein Leben lang danach beeinträchtigt bleiben. Hat sich der Katzenschnupfen zu einer chronischen Krankheit entwickelt, ist das Tier auf ständige Hilfe in Form von Augensäubern und Medikamentengabe angewiesen.

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