Husten ist an sich ein angeborener Schutzreflex. Der Husten soll die Atemwege von Sekreten und Fremdkörpern befreien. Wenn Deine Katze aber mehr als vier Tage hustet, muss der Tierarzt zu Rate gezogen werden. Er stellt die Diagnose und verordnet die entsprechenden Medikamente. Welchen verschiedenen Arten es beim Katzenhusten gibt und wie man ihn behandeln kann, liest Du hier.

Ursachen von Katzenhusten

Es gibt viele Gründe, warum Deine Katze hustet. Schon bei einer harmlosen Erkältung bei Katzen kann sich ein Katzenhusten bemerkbar machen, es können jedoch auch ernstzunehmende Erkrankungen wie Asthma, Lungenwürmer, Tumore oder Krebs die Ursachen für den Husten sein. Hat Dein Liebling einen Fremdkörper verschluckt oder leidet Dein Stubentiger an einer Lungen- oder Brustfellentzündung, beginnt Deine Katze ebenso nach einiger Zeit zu husten. Während sich viele Katzenbesitzer wundern, dass ihr Liebling genauso wie wir Menschen an Allergien erkranken können, ist der Katzenschnupfen, der ebenfalls Husten verursacht, bedeutend bekannter.

Katze-vergräbt-ihr-Gesicht-in-den-Pfoten

Krankheiten die hinter dem Katzenhusten stecken können

Wenn Deine Katze hustet, können unterschiedlichste Krankheiten der Grund dafür sein. Allergien nehmen bei Katzen zu. Die Allergie ist eine überschießende oder fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems. Die auslösenden Faktoren werden von bestimmten Zellen aufgenommen, vom Immunsystem als fremd eingestuft und bekämpft. Darf Deine Katze auf den Balkon, in den Garten oder ist sie eine Freigängerin, die durch die Nachbarschaft streift, dann kann sie an einer Pollenallergie leiden. Treten die Symptome wie Juckreiz, Ängstlichkeit, schweres Atmen bis hin zu Atemnot, Husten und Niesen vor allem im Frühling auf, spricht viel für eine Pollenallergie.

Andererseits kann Dein Tier allergisch auf das Futter reagieren. Oft ist eine Abwehrreaktion auf ein Protein aus der Nahrung ein Auslöser.

Eine junge Katze hustet

Es spielt eine wichtige Rolle, ob Deine Katze jung oder alt ist. Katzenhusten tritt bei Krankheiten auf, die eher junge Tiere betreffen. Umgekehrt ist Husten auch ein Symptom bei Erkrankungen, von denen eher ältere Samtpfoten betroffen sind. Natürlich gilt auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel. Kitten können genauso an schweren Atemwegserkrankungen oder Tumoren erkranken und adulte Tiere erst im Seniorenalter eine Allergie entwickeln. Trotzdem ist zu beobachten, dass junge Katzen husten, wenn sie an Katzenschnupfen oder Lungenwürmer erkrankt sind oder einen Fremdkörper verschluckt haben. Junge Katzen haben einen sehr ausgeprägten Spieltrieb und müssen ihre Umgebung und die Gefahren erst kennenlernen. Auf ihren Entdeckungsreisen kommt es gar nicht so selten vor, dass Kleinteile verschluckt werden. Du kannst Deine Katze vor dem Katzenschnupfen schützen, indem Du sie impfen lässt.

Eine adulte Katze hustet

Wenn ältere oder sehr alte Katzen husten, stecken meist schwerwiegende Krankheiten dahinter, die leider manchmal tödlich enden. Dazu zählen bösartige Tumore, Lungenentzündungen und Felines Asthma, eine chronisch obstruktive Atemwegserkrankung.

Husten von Katzen kann unterschiedlich ausfallen

Gerade bei älteren Katzen tritt der Katzenhusten bei bestimmten Krankheiten relativ spät auf. Davor ist Dein Tier, je nach Art der Erkrankung, schon längere Zeit müde, appetitlos oder zeigt Wesensveränderungen. Einmal im Monat solltest Du die Gesundheit Deines Lieblings checken und einmal im Jahr mit ihm zur Vorsorgeuntersuchung zum Tierarzt gehen. Hustet Deine Katze, wirst Du nicht gleich den Tierarzt aufsuchen, denn ein Arztbesuch bedeutet immer Stress für die Katze.

Beobachte Deine Katze genau, wie und wie oft sie hustet. Tiere können, anders als wir Menschen, ihre Symptome und Schmerzen nicht in Worte fassen. Du bist das Sprachrohr Deines Tieres. Jeder Husten klingt anders und für eine Diagnose muss der Mediziner über die Qualität des Hustens genau Bescheid wissen. Ein bellender Husten, wie er bei Allergien oder bei Asthma auftritt, hört sich für Dich zwar schrecklich an, ist aber leichter zu behandeln als ein anfallartiger, trockener Husten bei chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen. Je besser und genauer Du den Katzenhusten und alle weiteren Symptome dem Tierarzt beschreibst, desto schneller kann er die Diagnose stellen und mit einer zielführenden Therapie beginnen. Du solltest auf keinen Fall länger als drei bis vier Tage warten. Hat sich der Husten nicht gebessert oder sogar verschlechtert, dann nimm ärztliche Hilfe in Anspruch.

Scheckige Katze mit grünen Augen

Husten bei Katzen richtig behandeln

Vorbeugen ist besser als heilen. Was schon unsere Großmütter immer wieder sagten, hat auch heute noch seine Berechtigung. Du kannst Deiner Katze viel Gutes tun: Ein artgerechtes Zuhause geben, für eine ausgewogene Ernährung sorgen, darauf achten, dass sie viel trinkt und sie im Winter vor Kälte und Feuchtigkeit schützen. Du kannst aber nicht verhindern, dass Dein Tier dennoch erkrankt. Umso wichtiger ist der rechtzeitige Gang zum Tierarzt. Die modernen Untersuchungs- und Therapiemöglichkeiten helfen, dass Deine Katze bald wieder gesund ist.

Leidet Dein Tier an einem Infekt, bildet sich Schleim in den Atemwegen. Der Schleim führt dazu, dass Deine Katze hustet. Infekte können gut mit Medikamenten behandelt werden. Hat Dein Liebling einen Fremdkörper verschluckt, wird der Tierarzt diesen mit Hilfe einer Kurznarkose chirurgisch entfernen. Entsteht der Katzenhusten durch Lungenwürmer, wird Dein Liebling mit einem Wurmmittel behandelt. Bei rechtzeitig entdeckten Tumoren sorgt eine operative Entfernung mit einer anschließenden Chemotherapie für gute Heilungschancen. Leidet Deine Katze an chronischen Husten, wie er bei Allergien oder chronischen Lungenerkrankungen auftritt, kann es sein, dass der Katzenhusten nie wieder ganz verschwindet. Eine Besserung wird erzielt, indem die Auslöser der Allergie gefunden werden und Deine Katze mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt wird. Gute Erfolge werden auch mit Medikamenten, die die Atemwege offen halten, erzielt.

Katze leckt sich die Pfote

Erkältung und Husten bei Katzen vorbeugen

Der beste Schutz um Erkältungen und Husten vorzubeugen, ist immer noch ein gesundes Immunsystem. Dafür kannst Du deiner Katze in der kalten Jahreszeit ein paar Vitamine mehr geben. Seniorenkatzen schätzen besonders an kühleren Tagen ruhige, warme Plätze und schlafen mehr als sonst. Das ist in Ordnung, aber für junge Katze gilt: Bewegung hält fit und stärkt das Immunsystem. Es muss nicht immer unbedingt sehr kalt sein, Feuchtigkeit und Zugluft können eine Erkältung verursachen. Darf Deine Katze im Winter raus in das Freie, dann solltest Du sie beim Hereinkommen trockenreiben. Das massiert die Haut und fördert die Durchblutung. Als Prophylaxe kannst Du Deiner Katze Homöopathische Mittel verabreichen.

Bildquelle:

  • Katze-vergräbt-ihr-Gesicht-in-den-Pfoten: ©Pixabay - Pexels.com
  • Scheckige Katze mit grünen Augen: ©Pixabay - Pexels.com
  • Katze leckt sich die Pfote: ©Pixabay - Pexels.com
  • Katzenhusten-Auf-dem-Rücken-liegende-Katze-hustet: ©FOX - Pexels.com