Nützliche Informationen zu Katzensnacks

Gesunde Nahrung ist wichtig. Nicht nur für uns Menschen, auch Tiere sollten hochwertige Kost erhalten. Leider befinden sich besonders im Tierfutter Inhaltsstoffe, die Du wahrscheinlich niemals selbst essen würdest und auch Deinem Tier nicht verfüttern möchtest. Nicht selten handelt es sich dabei um Geschmacksverstärker, Farbstoffe und künstliche Zusatzstoffe. Katzen sind in diesem Punkt sehr eigen, oder anders gesagt, sie ähneln uns Mensch in dem Punkt sehr. Wenn uns etwas schmeckt, kaufen wir uns dies immer wieder.

Das was wirklich schmeckt, sind aber in der Regel die Geschmacksverstärker oder der übertriebene Zucker. Es gibt Fälle, wo Katzen nur noch ein bestimmtes Produkt fressen, weil ihnen das andere nicht mehr schmeckt. Je früher Du beginnst, Deiner Katze gesunde Alternative zu präsentieren, desto eher wird sie es zu schätzen wissen. Dies gilt für das Hauptfutter und auch für die Snacks zwischendurch.

Merkmale von gesunden Leckerlis

Achte beim Kauf und bei der Herstellung von Katzensnacks, welche Inhaltsstoffe sich in dem Snack befinden. Eine genaue Liste findest Du meist auf der Verpackung. Falls nicht, informiere Dich direkt bei den Herstellern. Gute Zoohändler können Dich in der Regel auch beraten. Doch sei vorsichtig. Vor allem in Supermärkten gibt es manchmal Promotor, die Dir bestimmte Produkte andrehen möchten. Dies erkennst Du meist daran, weil diese ein Namensschild tragen, wo auch der Markenname aufgedruckt ist. Diese arbeiten explizit für eine Firma und möchten nur bestimmte Waren anbringen.
Wünscht Du dir eine seriöse Beratung, wende Dich an einen unabhängigen Zoohändler, der Ahnung vom Fach hat. Auch seriöse Katzenzüchter können Dir eventuell helfen oder Tierärzte, die gesunde Nahrung befürworten. Generell gilt, je weniger unnötige Inhaltsstoffe und Fett, umso besser. Natürlich benötigen Katzen ein wenig Fett. Dies ist aber bei Leckerlis nicht in großen Rahmen notwendig.

Rezepte für Katzensnacks

Wenn Du den Satz „Rezepte für Katzensnacks“ liest, denkst Du vielleicht direkt an komplizierte Backarbeiten. Dies ist nicht notwendig. Du musst deiner Katze weder einen Katzenkuchen noch kleine Kekse backen. Das einzige was Du benötigst, ist hochwertiges Fleisch. Für Katzen empfiehlt sich Rind- oder Hühnerfleisch. Wichtig: Schneide die Stücke ziemlich klein, damit Du der Katze nicht zu viel des Guten schenkst. Schließlich handelt es sich um einen Snack für Zwischendurch. Falls Du möchtest, kannst Du das Fleisch auch kochen. So wird es für Deine Katze verdaulicher und schmeckt exzellent. Du darfst hierfür jedoch keine Gewürze verwenden.

Fleische Snacks länger haltbar machen

Zwischendurch ständig Fleisch kochen, um die Katze mit Snacks zu beglücken, macht natürlich auch keinen Sinn. Tipp: Die Leckerlis lassen sich auch wunderbar vorbereiten. Hierfür verwendest Du Fleisch, welches Du im warmen Ofen trocknest. Daraus entsteht sogenanntes Trockenfleisch. Hierfür kannst Du verschiedene Fleischsorten verwenden. Verzichte aber auf Geflügel, weil beim Trocknen höchstens eine Temperatur von 70° C entsteht. Hier besteht die Gefahr, dass Salmonellen nicht abgetötet werden.
Trockenfleisch selbst herstellen – die Anleitung

Du benötigst:

  • mageres Fleisch
  • einen Backofen
  • Backpapier und Backblech
  • Küchenpapier
  • ein scharfes Messer

Wichtig: Verwende mageres Fleisch, welches bestenfalls kein Fett enthält, weil es die Haltbarkeit beeinflusst.

Anleitung: Im ersten Schritt solltest du das Fleisch im lauwarmen Wasser abwaschen, um Schmutz und Krankheitserreger zu entfernen. Danach schneidest du das Fleisch in Würfel oder in Streifen. Diese sollten nicht dicker als 1 cm sein, damit diese besser trocknen. Am besten lässt sich das Fleisch schneiden, solange es noch leicht gefroren ist, weil es unterm Messer nicht so stark hin und her rutscht.

Im nächsten Schritt verteilst Du die Stücke auf einem Backblech. Achte auf genügend Abstand, damit sie nicht zusammenkleben. Danach ab in den Backofen. Bei 50-70° C werden die Stücke jetzt 6-12 Stunden getrocknet. Dies ist immer abhängig von der Größe bzw. der Dicke der Scheiben. Wichtig: Stecke einen Holzlöffel in die Backofentüre, damit die Feuchtigkeit durch einen Spalt entweichen kann. Mach nicht den Fehler, indem Du die Temperatur nach oben drehst. Es könnte sein, dass das Fleisch nur unregelmäßig trocknet oder verbrennt. Geduld ist hier gefragt.

Sobald das Fleisch fertig getrocknet ist, legst Du es auf Küchenpapier auf und lässt es weiter trocknen. Danach kühl und trocken lagern. Auch kannst Du das Fleisch in Plastikbeutel einfrieren, um die Haltbarkeit zu verlängern. Bevor es in den Gefrierschrank wandert, sollte das Fleisch aber wirklich trocken sein, sonst droht Schimmelbildung. Trockenfleisch hält kühl gelagert rund 6-12 Monate. So einfach ist es, kleine Leckereien selbst herzustellen.

Verzichte auf folgende Snacks

Am besten vertragen Katzen Fleisch, auch Fisch ist kein Problem. Bei Thunfisch solltest Du jedoch vorsichtig sein. Katzen lieben Thunfisch, jedoch solltest Du diesen nur in kleinen Portionen verfüttern und wenn, dann ohne Öl. Da diese Fische oft mit Quecksilber belastet sind, kann zu viel davon Vergiftungserscheinungen auslösen. Auch Milch und Milchprodukte solltest Du von Deiner Katze fernhalten, es sei denn, es handelt sich um spezielle Katzenmilch. Leider wurde uns dies von klein auf falsch eingetrichtert. In zahlreichen Filmen sieht man, wie Katzen Milch trinken. Dabei ist Milch ungesund für die Stubentiger.
Gleiches gilt für Kaffee, Tee, Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben, rohe Kartoffel, Leber, Hefeteig, Bohnen, überhaupt gewürzte Speisen und giftige Pflanzen. Falls Du noch keine Erfahrung mit Katzen hast, und eine bei Dir bald einzieht, lass Speisen niemals offen in der Küche stehen. Verstecke diese stets im Schrank, sonst werden sämtliche Lebensmittel zu selbst erschaffenen Leckerlis.

Fazit: Günstige Snacks herstellen ist nicht schwer und günstig. Achte darauf, dass das Fleisch keine Würze aufweist, und verfüttere nicht zu viel davon.

Bildquelle:

  • leckerli-katze: #167892792 - © jozsitoeroe - AdobeStock