Gerade jetzt in der kalten und nassen Jahreszeit sind Katzen häufig erkältet. Auch Katzen erkälten sich im Winter genauso wie wir. Bei Freigangkatzen wächst die Gefahr mit der kalten und nassen Witterung im Herbst und Winter deutlich.

Bei Wohnungskatzen kann schon Zugluft das Immunsystem belasten. Viren oder Bakterien haben dann leichtes Spiel. Gegen Katzenschnupfen und Katzengrippe, werden im Normalfall alle Jungkatzen schon mit acht Wochen geimpft. Bei einem grippalen Infekt gibt es allerhand Hausmittel. Folgende Tipps solltest Du beachten, wenn Du Deine kranke Katze richtig behandeln willst.

Symptome

Die ersten Symptome für eine Erkältung bei Deiner Katze sind Nasenausfluss, Schnupfen, Niesen und Husten. Auch die Augen können anfangen zu tränen. Erhöhte Temperatur oder gar Fieber ist ein deutliches Zeichen dafür, dass eine Erkältung oder ein grippaler Infekt Deine Katze erwischt hat. Deine Katze wird sich wahrscheinlich zurückziehen und sich ein Versteck suchen. Sie wird ebenfalls den Kontakt mit ihren Artgenossen vermeiden, sollten welche vorhanden sein. Sie wird müde und träge sein und auch mehr schlafen als sonst.
Spätestens, wenn Appetitlosigkeit hinzukommt und die Katze selbst ihr Lieblingsessen verschmäht, solltest Du Dir ernsthaft Gedanken machen und versuchen mit der richtigen Pflege Deine Katze so schnell wie möglich wieder auf zu päppeln.

Wie ernsthaft ist es?

Was für den Menschen gilt, gilt auch für Katzen: In der Regel verläuft eine Erkältung harmlos und ohne Komplikationen ab. Ein paar Tage fühlen sich Menschen und Katzen schlapp und krank, dann geht es wieder bergauf. Mit Hausmitteln lässt sich der Prozess beschleunigen und Beschwerden lindern.
Bevor Du an die Hausmittelchen gehst, solltest Du vorher noch kurz einen Abstecher beim Tierarzt machen. Denn nur er kann erkennen ob es sich um eine ernsthafte Erkrankung handelt. Bronchitis, Kehlkopfentzündung, Bindehautentzündung und andere Krankheiten bei Katzen, können schnell chronisch werden und das Leben der Katze arg belasten.
Auch wenn die Erkältung nicht innerhalb von ein oder zwei Wochen abklingt, musst Du den Tierarzt erneut aufsuchen.

Behandlungsmöglichkeiten

Wie bei uns Menschen, wollen Katzen wenn sie krank sind, sehr viel schlafen und sich ausruhen. Daher solltest Du deiner Katze ein kuscheliges Plätzchen herrichten. Am besten mit einer extra Decke, sodass sie sich noch wohler fühlt. Ist deine Samtpfote ein Freigänger, solltest Du sie lieber in der warmen Wohnung behalten. Deine kranke Katze braucht Ruhe und wird das mitunter auch deutlich zeigen. Dieses Ruhebedürfnis solltest Du auf jeden Fall respektieren – denn gewiss kennst Du es selbst: Wenn man krank ist, dann möchte man nicht dauernd angequatscht und beschäftigt werden – ganz im Gegenteil: Schlaf ist oft die beste Medizin.
Sind die Atemwege der Katze durch die Erkältung betroffen, kannst Du ihr das Atmen erleichtern, wenn Du die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung mit Verdampfern erhöhst. Ätherische Zusätze wie Kamille, Rosmarin oder Eukalyptus erleichtern dem Tier das Atmen. Wenn Deine Katze nichts dagegen hat, kannst Du Ihr die verstopfte Nase ganz vorsichtig mit einem feuchten Wattestäbchen reinigen. Hat Deine Katze Husten, lege ich ein feuchtwarmes Tuch vorsichtig auf den Bauch. Fencheltee, Kamillentee, Salbeitee und Veilchentee sind bewährte Hausmittel gegen Katzenschnupfen. Koch diese Tees und mische sie in ihr Trinkwasser. Die Symptome werden gelindert und du beugst damit auch einem anderen Problem vor: Katzen neigen dazu, wenn sie krank sind, weniger zu trinken.
Deshalb solltest Du Deine kranke Katze stets zum Trinken motivieren. Stelle mehrere kleine Trinkschalen in Deiner Wohnung auf, um Deine Katze immer wieder ans trinken zu erinnern. Ebenfalls allbewährt ist auch eine Hühnerbrühe. Viele Katzen lieben diese besondere Mahlzeit – sie hat den schönen Effekt, dass Deine Katze nicht nur trinkt, sondern durch die Brühe auch bald wieder zu Kräften kommen wird.

Der Tierarzt weiß Rat

Wenn die Hausmittel nicht ausreichen und die Erkältung nicht verschwindet, solltest Du einen erneuten Besuch beim Tierarzt planen. In der Regel wird der Tierarzt die notwendigen Medikamente verschreiben. Halte Dich genau an die Anweisung des Arztes. Denn was bei Menschen gilt, gilt auch bei Tieren. Medikamente haben oft Nebenwirkungen, die beachtet werden müssen. Mit der Expertise des Arztes Deines Vertrauens im Rücken kann Du sicher sein, dass beste für Deine Katze zu tun.

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