Katzen, egal ob sie Freigänger oder reine Stubentiger sind, können immer wieder von Parasiten befallen werden. Zu den häufigsten zählen Würmer, die durchaus gefährlich werden können. Sobald sich erste Symptome und Anzeichen für den Wurmbefall zeigen, solltest Du mit deinem Tier zum Tierarzt gehen. Dieser wird eine Behandlung mit Tabletten oder Pasten empfehlen.

Wurmbefall erkennen

Bevor du einen Tierarzt aufsuchst, der Maßnahmen zur Therapie einleiten kann, kannst du auch erste sichtbare Zeichen für einen Wurmbefall deines Tieres feststellen. Leidet dein Stubentiger unter starkem Wurmbefall, so hat er meist einen sehr runden Bauch, aber nur wenig Körperfett an der Wirbelsäule und im Bereich des Beckens. Einen typischen Kugelbauch erkennst du daran, dass er sehr rund und voll ist und hauptsächlich im hinteren Körperbereich der Katze ausgeprägt ist. Damit kann die Optik entstehen, deine Katze sei trächtig. Ein weiteres Anzeichen für Wurmbefall ist, wenn sich dein Tier grundsätzlich in einem schlechten Zustand befindet.

Wenn du mit deinen Fingern über das Rückgrat deiner Katze streichst, spürst du bei einem gesunden Tier vermutlich ein paar Erhebungen an der Wirbelsäule, aber nicht mehr. Ist dein Tier aber von Würmern befallen, kannst du spitze, kantige Knochen fühlen. Normale Katzen verfügen in diesem Körperbereich eigentlich über einen Fettpolster, den kranke Tiere nicht mehr haben. Darmparasiten, am häufigsten die sogenannten Spülwürmer, rauben einen großen Teil der Nährstoffe aus dem Katzenfutter.

Damit ist klar, dass dein Stubentiger nicht mehr mit ausreichend Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen versorgt wird. In der Folge wird das Fell stumpf und glanzlos, manchmal sogar verfilzt. Wenn du das bei deiner Katze feststellst, solltest du unbedingt eine mögliche Wurmerkrankung beim Tierarzt abklären lassen. Auch Zahnfleischbluten oder plötzliches Erbrechen sind Symptome, die gefährlich für die Katze werden können. Du solltest sie in diesem Fall sofort in eine Tierklinik bringen.

Richtiger Wurmkur für meine Katze

Da ein Wurmbefall für deine Katze durchaus gefährlich werden oder chronische Auswirkungen bilden kann, solltest du einen Tierarztbesuch ins Auge fassen. Dieser nimmt eine Stuhlprobe, die zur richtigen Diagnose dient. Liegt der Verdacht auf Herzwürmer vor, wird auch eine Blutprobe genommen. Da es viele unterschiedliche Wurmarten gibt, muss die Behandlung auch entsprechend danach ausgerichtet werden. Damit liegt es auf der Hand, dass der Wurmbefall richtig diagnostiziert wird, bevor die konkrete Therapie, die auch Erfolg verspricht, erfolgen kann. Wichtig ist, dass eine Wurmkur in regelmäßigen Abständen, möglichst alle zwei Wochen oder einmal im Monat, verabreicht wird. Neugeborene oder adoptierte Katzen solltest du möglichst bald zum Entwurmen zum Tierarzt bringen. Ab einem Lebensalter von sechs Wochen bis hin zum dritten Monat müssen junge Katzen regelmäßig entwurmt werden. Das dient der einfachen Vorsorge und muss auch dann erfolgen, wenn kein unmittelbarer Befall mit diesen Parasiten vorliegt.

Wurmbefall - obdachloses Kätzchen

Sehr häufig kommen Medikamente gegen Wurmbefall zum Einsatz, die den Wirkstoff Pyrantel oder Milbemycinoxim oder Salamectin enthalten. Während die beiden erstgenannten oral, also als Tabletten verabreicht werden, wird Salamectin oral angewendet. Du kannst alle drei Mittel bequem über das Internet oder im Zoofachhandel bestellen. Achte aber darauf, dass du Salamectin nicht bei jungen Katzen, die weniger als acht Wochen alt sind, anwendest. Gegen Bandwürmer kommt am häufigsten Praziquantel und Epsiprantel zur Anwendung. Ersteres ist frei im Handel erhältlich, während Epsiprantel vom Tierarzt verordnet werden muss. Beide Medilamente kannst du deiner Katze oral verabreichen. Es gibt auch praktische Spot-on Produkte, die du einfach in das Fell des Tieres gibst.

Wichtig ist, dass du dabei eine Stelle auswählst, die die Katze nicht selbstständig ablecken kann. Ratsam ist hier der Nackenbereich, direkt unterhalb des Kopfes. Die Behandlung ist regelmäßig zu wiederholen, vor allem wenn das Fell nass wurde.

Wurmkur- Alternativen

Wenn du dich mit dem Thema Wurmbefall bei Katzen beschäftigst, wirst du auch immer wieder Ratschläge zu alternativen Behandlungsmethoden finden. Diese sind jedoch nur dann ratsam, wenn du sie prophylaktisch einsetzt. Nennenswert ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel das Schüssler Salz Nr. 9, das du einfach als Globuli in eine Wasserschale gibst. Da Katzen ja viel trinken, wird sie mit dem Wasser auch die vorbeugende Maßnahme aufnehmen. Viele Tierärzte empfehlen auch eine regelmäßige Darmreinigung bei der Katze, um Wurmbefall zu vermeiden.

In diesem Fall solltest du im Vorfeld auch auf eine ausgewogene Ernährung achten, die viel Eiweiß enthält. Eine professionelle Darmreinigung erfolgt direkt beim Veterinär und ist völlig ohne Nebenwirkungen oder Beeinträchtigungen der Katze. Du kannst auch alternative Mittel wie getrocknete Ulmenrinde ins Futter mischen. Diese beinhaltet Wirkstoffe, die den Darm reinigen und auch seine natürliche Bakterienvielfalt erhalten. So wird einem etwaigen Wurmbefall optimal entgegen gewirkt. Auch Perenterol und Heilerde, die einfach ins Futter gemischt werden, tragen zur Darmgesundheit bei und sind eine wirksame Alternative zur medikamentösen Therapie gegen Würmer.

Wie kann man Wurmbefall vorbeugen?

Neben den vorbeugenden Maßnahmen wie der richtigen Ernährung und einer allfälligen Beachtung der Darmgesundheit, kannst du auch prophylaktische Medikamente geben. Präparate wie Selamectin sind sogenannte Breitbandmittel gegen Flöhe, Hakenwürmer und Herzwürmer, aber auch Spülwürmer und weitere Parasiten. Eine weitere Maßnahme kann darin bestehen, dass du vorübergehend deine Katze nicht nach Draußen lässt. Damit kann sie nicht mit infizierten Tieren wie Katzen oder Nagetieren kommen. Klar ist auch, dass du im Haus bzw. im Umfeld der Katze auf entsprechende Hygiene achten solltest.

Grundsätzlich haben Stubentiger zwar eine ausgeprägte Abwehr gegen Parasiten, doch du kannst auch einiges dazu beitragen. Achte zum Beispiel darauf, wo sich dein Tier häufig aufhält und reinige diesen Platz gewissenhaft. Lieblingsdecken oder Kissen und alles, worauf die Katze sehr gerne liegt, solltest du regelmäßig absaugen bzw. heiß waschen. Damit wird effektiv nicht nur der Tierbefall, sondern auch dessen Hinterlassenschaft wie Eier, Puppen oder Kot entfernt. Am besten reinigst du auch das Katzenklo, wenn deine Katze gerade Kot abgesetzt hat. Damit wird eine mögliche Ausbreitung der Würmer gut verhindert.

Zum Thema Hygiene ist natürlich auch festzuhalten, dass das Katzenklo regelmäßig gereinigt wird. Dazu solltest du allerdings Einmalhandschuhe und vielleicht sogar einen Mundschutz tragen. Immerhin ist der Staub des Kotes, sofern Wurmbefall der Katze vorliegt, auch für Menschen nicht ungefährlich. Am besten verwendest du zur Reinigung ein Desinfektionsmittel, das allerdings nicht stark riechen sollte. Immerhin haben Katzen eine sehr empfindliche Nase und könnten im Anschluss die Nutzung verweigern.

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