Hasenbesitzer im Main-Taunus-Kreis fürchten derzeit um ihre Nager. Nachdem bereits vor drei Wochen ein Hase von Unbekannten brutal getötet wurde, mussten jetzt drei weitere Hasen auf unvorstellbar grausame Weise ihr Leben lassen.

Hasen - Kaninchen sitzt im Heu

Wildtier war nicht der Mörder

“[…] Das war kein Wildtier. Denn kein Tier lässt den Torso liegen”, stellt die Kelkheimer Tierärztin Dr. Yvonne Ilief von Anfang an klar. Gleich drei zwei Jahre alte Kaninchen wurden in der Nacht zum Dienstag geköpft – vermutlich von einem oder mehreren Menschen. Die Polizei hält sich bedeckt.

Gegen 7 Uhr morgens entdeckte die Familie im Außengehege des Stalls die leblosen Körper. „Die lagen alle drei akkurat nebeneinander. Als ich sie hochgehoben habe, da haben die Köpfe gefehlt“, so Mutter Sabine Hilbert unter Tränen. Anfangs habe auch sie an den Angriff eines wilden Tieres gedacht – zumal neben den Körpern eine große Kralle lag. Wie sich später herausstellte, handelte es sich hier jedoch um eine Kralle aus Keramik.

Hasen - Kaninchen im Gehege

Anzeige gegen Unbekannt

Sabine Hilbert und die Tierärztin Dr. Yvonne Ilief erstatten Anzeige. Bereits vor drei Wochen sei die Mutter der drei Hasen auf ähnliche Weise getötet worden. Tierärztin Yvonne Hilbert erzählt, von weiteren Fällen, die sich vor Jahren in der Region zugetragen hatten.

Die Nachbarn sind gewarnt und schützen ihre Hasenkäfige mit Schlössern oder nehmen sogar die Tiere nachts mit ins Haus. Eine Dauerlösung ist das allerdings nicht.

Familie Hilbert denkt über den Kauf neuer Hasen nach. Dann wird allerdings auch eine Videoüberwachung installiert. Die getöteten Hasen wurden von der Familie im nahen Wald begraben.

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