3 Vorteile

Für die Wahl einen Hamster als Haustier zu wählen, sprechen vor allem drei Gründe. Die Nager verursachen nur niedrige Kosten, sind interessante, pflegeleichte Beobachtungstiere und benötigen wenig Platz.

Geringe Anschaffungs- und Haltungskosten

Ein Hamster als Haustier bringt relativ geringe Kosten mit sich. Das Nagetier selbst ist in der Anschaffung günstig und kostet je nach Rasse etwa zwischen 5 und 15 Euro.
Hinzu kommt die Erstausstattung, die mindestens aus einem geräumigen Käfig, einem Schlafhäuschen, einer Trinkflasche, Futternapf und Laufrad bestehen sollte. Die Kosten hierfür belaufen sich ungefähr auf 100 bis 150 Euro.
Die kleinen Nager benötigen eine ausgewogene Futtermischung, die sich aus Nüssen, Samen und Körnern zusammensetzt. Heu sollte stets zur Verfügung stehen. Auch über frisches Obst und Gemüse freut sich Dein vierbeiniger Freund. Zusätzlich wird regelmäßig Einstreu für den Käfig benötigt.
Für Versorgung und Pflege musst Du mit monatlichen Ausgaben in Höhe von 10 bis 15 Euro rechnen.

Beobachten und Basteln

Es kann sehr spannend sein, Hamster zu beobachten und ihnen beim Fressen, Klettern und Buddeln zuzusehen. Kinder lernen, dass der kleine Nager Futter in seinen Backen „hamstert“ und dieses dann in Sicherheit bringt, um in Ruhe zu fressen. Auch wenn sich das Tier durch die Einstreu gräbt oder putzmunter durch den Käfig tobt, kann man viel über seine Lebensweise und Vorlieben erfahren.
Auch die Kreativität der Hamstermama oder des Hamsterpapas ist gefragt. Es lassen sich vielfältige Spielzeuge und Beschäftigungsangebote für das kleine Haustier relativ einfach selbst herstellen. Röhrensysteme können aus Klopapierrollen gebastelt werden, für den Bau von Wippen, Leitern und Klettermöglichkeiten eignen sich Holz und Äste.
Für die Freilauf-Zeiten im Zimmer kannst Du eine Art Parcours gestalten, in dem Trockenfutter versteckt werden kann und unterschiedliche Hindernisse überwunden werden müssen.

Geringer Pflegeaufwand und überschaubarer Platzbedarf

Die kleinen Nager benötigen nicht viel Platz. Die Maße des Käfigs sollten 100 x 50 x 50 cm nicht unterschreiten. Regelmäßiger Auslauf in einem abgesicherten Bereich im Zimmer ist aber zu empfehlen. Dabei solltest Du unbedingt darauf achten, dass das Tier keinen Gefahren ausgesetzt ist. Zum Beispiel sollten schwere Gegenstände, die umfallen können, beseitigt und Katzen aus dem Zimmer entfernt werden. Alle Hamsterarten knabbern gerne, Kabel sollten sich also außer Reichweite des Tieres befinden.
Der Nager schläft tagsüber, er muss daher nicht übermäßig beschäftigt werden. Er benötigt jeden Tag frisches Futter und Trinkwasser. Außerdem muss der Käfig regelmäßig, d.h. wöchentlich, komplett gereinigt und die Einstreu erneuert werden.

3 Nachteile

Die folgenden Nachteile machen deutlich, dass die Hamsterhaltung mit verschiedenen Schwierigkeiten verbunden ist.

Hamster sind keine Schmusetiere

Die kleinen Nagetiere eignen sich aufgrund ihrer geringen Größe, ihrer Zerbrechlichkeit und ihrer Flinkheit nicht für ausgedehnte Kuschelstunden. Es macht Spaß, sie zu beobachten und ihnen beim Spielen zuzusehen. Wenn Du Dir jedoch ein Tier wünschst, das sich gerne streicheln lässt und die Nähe seines Besitzers sucht, wird ein Hamster Deine Erwartungen nicht erfüllen. Zwar lassen sich die Tiere bis zu einem gewissen Grad zähmen, man kann jedoch nicht mit ihnen kuscheln wie mit einer Katze oder einem Hund. Vor allem kleinen Kindern fällt es schwer, dies zu akzeptieren.

Nachtaktivität

Während Du Dich tagsüber austobst, unterwegs bist, Fußball spielst, ein Buch liest oder Dich mit Freunden triffst, schläft Dein neues Haustier tief und fest. Erst abends wacht es auf und wird dann zunehmend munter.
Der Tag-Nacht-Rhythmus des Hamsters sollte unbedingt respektiert werden. Wird das Tier aus dem Schlaf gerissen, verursacht dies hohen Stress. Der Nager erschrickt, ist irritiert und kann sogar beißen.
Vor allem für Kinder kann die Haltung eines Hamsters schnell langweilig werden, da sich der tierische Mitbewohner tagsüber im Normalfall nicht außerhalb seines Schlafhäuschens aufhalten wird und es daher zumeist nicht möglich ist, sich mit dem Nager zu beschäftigen oder ihn zu beobachten.

Die Nachtaktivität des Hamsters bringt ein weiteres Problem mit sich.
Wenn der kleine Nager wach wird, macht er sich früher oder später auf den Weg zu seinem Laufrad und treibt dort unter Umständen über mehre Stunden Sport. Hierdurch kann eine hohe Lärmbelastung entstehen. Manche Exemplare knabbern auch an den Gitterstäben des Käfigs, was ebenfalls eine eher unangenehme Geräuschkulisse erzeugt.
Entspanntes Schlafen ist dann kaum möglich. Es ist also nicht zu empfehlen, den Käfig in Deinem Schlafzimmer unterzubringen.

Geringe Lebenserwartung

Sämtliche Hamsterarten werden in der Regel nicht älter als zwei bis drei Jahre. Du musst Dich also vergleichsweise frühzeitig wieder von dem liebgewonnenen Haustier trennen.
Die Beziehung und Bindung zu einem Tier hat nichts mit dessen Größe zu tun, auch der Verlust eines kleinen Nagers verursacht große Trauer. Die Verarbeitung des frühen Todes des tierischen Freundes ist eine große Herausforderung für Jung und Alt.

Fazit: Ein faszinierendes Haustier – aber nicht für jeden!

Für jüngere Kinder ist das Tier vor allem aufgrund seiner geringen Größe, seiner Empfindlichkeit und wegen seiner Nachtaktivität eher nicht geeignet. Es besteht die Gefahr der Verletzung des Hamsters durch unbeholfene Bewegungen. Außerdem schlafen Kinder im Regelfall bereits, wenn der vierbeinige Mitbewohner abends aufsteht.
Soll in einem Haushalt mit Kleinkindern trotzdem ein Hamster angeschafft werden, müssen Eltern unbedingt klare Regeln für den Umgang mit dem Nager festlegen und die Bedürfnisse des Hamsters verdeutlichen. Eine intensive Unterstützung und Anleitung durch die Eltern ist dann nötig.

Ansonsten sind die kleinen Nager als Haustiere erst ab einem Alter von etwa 10 bis 12 Jahren zu empfehlen.
Jugendliche und Erwachsene können besser auf die Bedürfnisse des Tieres eingehen und erfreuen sich daran, ihm beim Buddeln und Klettern zuzusehen.
Übrigens gibt es neben dem klassischen Goldhamster zahlreiche andere Hamsterrassen, die sich in Größe, Felleigenschaften und zum Teil hinsichtlich der Haltungsbedingungen unterscheiden. Wenn Du also mit dem Gedanken spielst, Dir eines der putzigen Nagetiere zuzulegen, solltest Du Dich noch einmal im Detail über die gewünschte Hamsterrasse informieren.

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  • dietierwelt_hamster-als-haustier_beitragsbild: ©Hossam M. Omar, pexels.com