Das Federrupfen stellt eine der häufigsten Verhaltensstörungen bei Ziervögeln dar. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein. Neben physiologischen Auslösern wie Allergien oder Pilzbefall sind es nicht selten auch psychische Gründe.

Fehlende Artgenossen, extreme Langeweile und zu kleine Käfige setzen den sozialen und intelligenten Tieren seelisch sehr zu. Die Folge ist ein erhöhter Putztrieb, der sich bis zum Putzzwang und schließlich zum Federrupfen steigern kann. Heimtier-Expertin Birgitt Thiesmann von Vier Pfoten empfiehlt genaues Beobachten: „Die ersten Symptome zeigen sich durch vermehrt ausgerissene Federn. Mit der Zeit bilden sich am ganzen Körper kahle Stellen und es kann im Extremfall sogar zu Blutungen kommen.“

Wenn sich Vögel die Federn ausrupfen, sollte der Halter der Ursache für das abweichende Verhalten auf den Grund gehen und einen Tierarzt kontaktieren, um eine körperliche Erkrankung auszuschließen. Grundsätzlich gilt, dassVögel niemals alleine gehalten werden sollten. Diese Tiere leben in freier Wildbahn in Schwärmen und brauchen den ständigen Kontakt mit Artgenossen. Ein Spiegel im Käfig oder ein Kumpel aus Plastik können einen gefiederten Partner auf keinen Fall ersetzen.

Neben der Einsamkeit leiden die Vögel am meisten unter dem Eingesperrt-Sein und der Langeweile. Flüge in der Wohnung und natürliches Beschäftigungsmaterial, wie Äste von Obstbäumen, können Abhilfe schaffen und dem Vogel sein seelisches Gleichgewicht wiedergeben. (Vier Pfoten)

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