Anders als bei Menschen ist bei Kaninchen mit einem Schnupfen nicht zu Spaßen. Allerdings muss man zwischen dem Schnupfen und einer normalen Erkältung unterscheiden. Der durch Bakterien ausgelöste Kaninchenschnupfen verläuft chronisch, ist ansteckend und kaum vollständig heilbar. Wird er jedoch frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt, können die erkrankten Tiere trotzdem ein langes und relativ symptomfreies Leben vor sich haben.

Kaninchenschnupfen: Woran man ihn erkennt

Hast Du das Gefühl, dass Dein Kaninchen einen ansteckenden Kaninchenschnupfen und keine normale Erkältung hat, solltest Du die Nase genauer unter die Lupe nehmen. Wie auch bei Menschen sondert sie mehr Sekret ab, was zu einem verklebten Fell an der Nasenöffnung führen kann. Außerdem sind bei einem Kaninchenschnupfen häufig auch die Pfoten verklebt, da das Tier sich öfter putzt. Gerötete Augen, eine gerötete Nase und häufiges Niesen gehören ebenso dazu. Ein Kaninchenschnupfen muss schnell behandelt werden, bevor er auf die Lunge übergeht und zu akuter Atemnot führen kann. Außerdem kann es auch zu einer Mittel- oder Innenohrentzündung kommen.

Kleines Kaninchen sitzt auf einer Hand

Das hilft Kaninchen bei Schnupfen

Das primäre Ziel ist es, die Ausbreitung der Erreger einzudämmen. Der Tierarzt wird hierzu in der Regel Antibiotika verschreiben. Zusätzlich können Medikamente verabreicht werden, die das Immunsystem stärken. Als alternative Maßnahme bietet sich auch die Inhalation an. Hierfür kann man Kaltinhalatoren für Kinder benutzen und als Lösung eine Mischung aus Emser Salz und einer Kochsalzlösung nehmen. Setz Dein Kaninchen außerdem unter eine Rotlichtlampe, die Wärme beruhigt den Organismus. Eine weitere Möglichkeit, dem Kaninchen Linderung zu verschaffen, ist das Aufbrühen und Verdampfen von Thymiantee.

Kaninchen frisst im Käfig

Erkältung bei Kaninchen: So kann man vorbeugen

Es gibt einige Maßnahmen, die Du ergreifen kannst, um einem Kaninchenschnupfen vorzubeugen. Wichtig ist, dass das Kaninchen genügend Freiraum hat. Auch eine möglichst staubfreie Einstreu hilft dabei, die Atemwege des Kaninchens zu schonen. Außerdem gehört der Käfig nicht in die Nähe von Heizungen oder in den Durchzug. Auch das richtige Futter kann dabei helfen, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Infektionen zu steigern. Nicht vergessen darfst Du natürlich die richtige Hygiene. Wechsele regelmäßig das Streu und halte den Käfig sauber. Letztlich ist es auch möglich, das Kaninchen auch gegen Kaninchenschnupfen impfen zu lassen.

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  • Kleines Kaninchen sitzt auf einer Hand: ©SimonaR – Pixabay.com
  • Kaninchen frisst im Käfig: ©Malibucoconut – Pixabay.com
  • Kaninchen putzt sich: ©JackknifeS – Pixabay.com